XBMC – Linux-Server-PC als MedienCenter

Diesen Artikel habe ich schon vor einigen Wochen vorbereitet… Inzwischen ist er irgendwie zu lang um ihn noch mal ganz zu überarbeiten, also lasse ich ihn weitgehend in seiner jetzigen Form. Er soll ein weiteres mal beschreiben, wie ich mir einen PC als Mediencenter eingerichtet habe, dabei jedoch wirklich eine Anleitung bereitstellen, wie man sich mit einem alten PC und XBMC ein leistungsfähiges Mediencenter einrichten kann. Ich hoffe damit einigen helfen zu können die ein ähnliches Projekt vorhaben.

Für mein Projekt habe ich einfach den mir zur Verfügung stehen Rechner genutzt, sollte man einen PC extra dafür zusammenstellen, sollte man vor allem auf leise Komponenten achten. Ich plane für die Zukunft einen lüfterlosen PC zusammenzustellen und auch die Festplatten aus dem Gerät zu verbannen. Dies benötigt jedoch einige teurere Komponenten und so muss ich das noch einige Monate aufschieben… Vielleicht klappt es im Spätsommer/Herbst…

Komponenten

Der PC wie ich ihn verwende besteht aus folgender Hardware:

– GigaByte Mainboard mit OnBoard Sound und Netzwerk

– AMD Opteron 175, DualCore mit 2,3GHz

– 2GB DDR2-RAM

– Mehrere Festplatten (250GB SATA, 7200RPM, 500GB SATA, 7200RPM, 320GB PATA, 7200RPM).

– DVD-Brenner

– Bluetooth-Dongle

Die Komponenten sind an sich nicht wirklich wichtig. Mehr RAM ist natürlich gut, aber eigentlich sollten 128MB bereits ausreichen. EIne 1GHz CPU währe wohl auch sinnvoll und eine halbwegs gute Grafikkarte, die in der Lage ist 3D-Grafik darzustellen, ist auch von Vorteil.

Natürlich kann man auch nur eine Festplatte verbauen, oder, idealer Weise, gar keine. Man kann z.B. auch einfach einen USB-Stick verwenden. Dann bekommt ein sehr leises System, aber man bekommt auch Speicherplatzprobleme. Betreibt man allerdings sowieso ein NAS, kann man so einen perfekten, leisen Streaming-Rechner bauen. Bei Amazon gibt es 2GB Speichermodule, die direkt in einen IDE-Port gesteckt werden können für wenig Geld. Das sind die perfekten Speichermedien für XBMC. Ebenfalls kann man natürlich eine günstige kleine SSD verbauen. Eine 8GB SSD kostet bei Alternate z.B. nur 35€. Man muss hierbei natürlich bedenken, dass bei alter Hardware sich eine SSD nicht lohnt (eine SSD für den IDE-Port kostet sehr viel mehr als eine für SATA).

Zusammenbau

Die Hardware war bei mir eh schon zusammengeschraubt, nur die 320GB Platte war noch nicht verbaut, diese habe ich auch erst nachträglich eingebaut, weil ich die für einen besonderen zweck nutze (kommt später).

Software

Ist alles zusammengebaut und funktioniert, wird die Software benötigt… Hier http://xbmc.org/ sollte man sich eine aktuelle Versionen der XBMC-Live-Distribution herunterladen. Dies ist eine Standalone-Variante von XBMC, welche auf Ubuntu basiert. Die Installation geht schnell von der Hand und wird hier nicht weiter beschrieben. Die komplizierteren Vorgänge folgen danach…

Als erstes stellen wir uns mal ein deutsches Tastaturlayout ein. Standartmäßig arbeitet XBMC mit amerikanischem Tastaturlayout (QWERTY). Das ändern wir erst mal. Dazu muss man in ein Terminal wechseln, hierzu betätigt man CTRL+ALT+F2. Dann muss man sich mit dem während der Installation angelegten Benutzer anmelden. Dann gibt man das folgende ein (keine Anführungszeichen ihr Torfnasen!):

„sudo dpkg-reconfigure -plow console-setup“

Dann erscheint ein Menü durch das man sich durchhangeln kann. Funktioniert die Tastatur wie gewollt geht es weiter…

Zunächst mal sollte man alle installierte Software updaten. Dies geschieht über das Ubuntu (Debian) entspringende Tool apt-get. Als nächstes die folgenden Befehle eingeben (Beim ersten Befehl wird man noch mal nach seinem Passwort gefragt.):

„sudo apt-get upgdate“

„sudo apt-get upgrade“

dann werkelt der Rechner erst mal. Man sollte etwaige Nachfragen bejahen. Danach gibt man

„sudo reboot“

ein. Dadurch startet das System neu.

Möchte man keine weitere fancy Konfiguration vornehmen, kann man auch erst mal im XBMC-Menü alles einrichten (Sprache, Medienquellen, PlugIns, … das alles kann man bequem über die Oberfläche einrichten)…

Wer XBMC zum ersten Mal verwendet sollte einfach ein bisschen durch die Gegend navigieren und sich mit der Oberfläche vertraut machen. Hat man all seine Filme und Serien eh auf einer Netrzwerkplatte liegen kann man die nun einfah unter „Videos“ hinzufügen. Dabei sollte man darauf achten dass der richtige Medinetyp ausgewählt ist und schon fängt XBMC an die hinzugefügten Ordner zu scannen und in die eigene Datenbank aufzunehmen. Dabei läd’ es Informationen und Cover für alle Filme und Serien herunter, damit man eine schön geordnete Mediathek bekommt… Ebenfalls kann man die Sprache auf „Deutsch“ umstellen und sich generell etwas in den Einstellungen umsehen und herumprobieren.

AddOns/PlugIns

Ich empfehle auch sich den Punkt „AddOns“ anzusehen. Dort gibt es Erweiterungen um mit XBMC die Mediathek der öffentlich rechtlichen Fernsehanstalten zu streamen, Arte, Tagesschau und so weiter…

Ein sehr wichtiges, extrem cooles PlugIn ist auch noch „xSTream“ (Google-Suche). Damit kann man auf Simpsons.to, Southpark.de und Kino.to zugreifen, womit man eine ziemlich große Bandbreite an Sendungen streamen kann.

Erweiterungen und weitere Möglichkeiten

Möchte man jedoch noch mehr aus seinem Mediencenter machen, gehe ich nun noch auf folgende Punkte ein:

XBMC Mediacenter …

– mit WiiMote bedienen.

– per AppleTalk/AFS im Netzwerk erreichen

– per SAMBA/CIFS (Windows-Share) im Netzwerk erreichen

– als TimeMachine-Laufwerk (TimeCapsule) nutzen

Dazu wechseln wir wieder auf ein Terminal und geben die folgende Zeile ein:

„sudo apt-get install ssh samba netatalk emacs mc bluetooth wminput xbmc-eventclients-wiiremote gparted“

(eventuell weitere Software kann man entweder hinten dranhängen oder nachträglich installieren. Ist eigentlich egal…).

Alles nach „sudo apt-get install“ ist optional. Die installierte Software wir ddurch Leerzeichen getrennt. Der obige Befehl installiert die folgende Software:

– SSH: SecureShell, zum Zugriff auf den Rechner von einem anderen Rechner aus

– SAMBA: Windows Dateifreigaben einrichten

– NETATALK: Apple AFS Freigaben einrichten

– EMACS: Guter leistungsfähiger Editor

– MC: Midnight Commander (Norton Commander Klon, hilfreich über SSH um einfache Dateioperationen vorzunehmen)

– GParted: Partitionseditor zum formatieren von Festplatten

– Bluetooth: Bluetooth-Software (Treiber und so für Bluetooth)

– wminput xbmc-eventclients-wiiremote: Treiber und Software für die WiiMote (Falls man eine WiiMote zur Bedienung nutzen möchte)

Danach können wir den Rechner dorthin stellen wo er hin soll und bequem von einem anderen Rechner auf einem Terminal die restliche Konfiguration vornehmen. Ein weiteres

„sudo reboot“ und wir können den Rechner erst mal alleine lassen.

Von einem beliebigen anderen Rechner aus kann man nun über SSH alles weitere vornehmen.

Remote-Administration

Am Mac öffnen wir also ein Terminal und geben das folgende ein:

„ssh -X Benutzername@IP-desXBMC-Rechners“

Man sollte nach dem Passwort gefragt werden. Funktioniert alles befinden wir uns auf einer Konsole des XBMC-Rechners.

Das „-X“ in dem Befehl sorgt dafür, dass Grafik-Anwendung (X-Anwendungen) über SSH auf unseren Rechner getunnelt werden. So kann man z.B. das GUI-Programm GParted aufrufen und bequem mit Maus und Monitor neue Festplatten partitionieren…

Um dieses Tutorial nicht zu lang werden zu lassen verweise ich zur Einrichtung von Netatalk auf http://www.kremalicious.com/2008/06/ubuntu-as-mac-file-server-and-time-machine-volume/

Dort gibt es alle benötigten Infos. Man muss nur die Konfiguration durchführen, das neueste Paket hat schon alle benötigte dabei und man muss nichts kompilieren…

Die eigentliche Konfiguration nimmt man über ein paar Dateien vor, diese sind:

– /etc/netatalk/afpd.conf (Netatalk-Konfiguration)

– /etc/netatalk/AppleVolumes.default (Freigaben)


Außerdem sollte man die Avahi-Konfiguration anpassen, damit der Rechner auch schön bei allen Macs im Netzwerk in der Seitenleiste auftaucht. Dies macht man in der Datei /etc/avahi/services/afpd.service. Der benötigte Datei-Inhalt steht im oben genannten Tutorial.

Für eine SAMA-Konfiguration verweise ich einfach mal auf Google. Im Endeffekt muss man aber nur die Datei /etc/samba/smb.conf an die eigenen Bedürfnisse Anpassen. Das geht wirklich recht einfach…

Für die Einrichtung einer WiiMote eigentlich nur noch die Datei /etc/rc.local angepasst werden (Vorausgesetzt man hat alle WiiMote-Dateien und Bluetooth-Unterstützunginstalliert). Vor der Zeile „exit 0“ fügt man einfach „xbmc-wiiremote &“ (ohne Anführungszeichen) ein. Nach einem Neustart sollte dann eigentlich alles funktionieren.

Man kann den Medienrechner so tatsächlich um sämtliche vorstellbaren Serverfunktionen erweitern und bekommt so ein leistungsfähiges, nützliches Mediencenter.

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XBMC – Linux-Server-PC als MedienCenter

OSx86 / XBMC

Ein Nachtrag zu meinem letzten Nertikel (Mix aus Nerd und Artike, falls es jemand nicht rafft…). Inzwischen funktionieren bei meinem Hackintosh sowohl der TV-Ausgang als auch die Grafikbeschleunigung bei Videodekodierung, wodurch das Teil prädestiniert ist zum Betrieb von XBMC.

Das was vermutlich immer noch nicht funktioniert (habe ich aber nicht getestet, weil die Entfernung vom Rechner zur Anlage zu groß ist) ist der optische Digitalausgang an dem Gerät, momentan bin ich also auf Dolby Pro Logic beschränkt, also auf 2-Kanal Stereo, bzw. simulierten Sourround-Sound. Habe immer noch nicht gerafft wie das funktioniert, aber die hinteren Lautsprecher geben Signale aus…

Worauf ich in diesem Artikel noch etwas genauer eingehen möchte ist XBMC, also das altehrwürdige XBox Mediacenter. XBMC ist inzwischen bei Version 10 angekommen. Es ist eine Medineoberfläche basierend auf dem MPlayer, wodurch es also eigentlich jedes Medienformat abspielen kann. Dazu legt es eine Datenbabank an, so dass man wunderbar einfach eine gepflegte Mediathek betreiben kann.

Neu in Version 10 ist das PlugIn-System. Es gab zwar vorher schon PlugIns, aber das wurde alles etwas verbessert, bzw. vereinfacht… Man kann PlugIns über ein einfaches Menü installieren. Sehr cool. Darin gibt es PlugIns für die Mediathek der öffentlich rechtlichen Fernsehsender, also ARD, ZDF, Arte… Macht schon spaß da einfach am Fernseher durchzustöbern…

Außerdem möchte ich mein Augen merk auf zwei wichtige PlugIns legen… Zum einen die SKin „Transparency!“. Diese ist ideal für Röhrenferneseher, denn man kann eine größere Schriftart auswählen und so wird alles gut lesbar. So sieht XBMC richtig gut aus. Echt schick.

Außerdem habe ich ein extrem cooles PlugIn gefunden. Es heißt xStream und muss separat über xbmc.de heruntergeladen werden und dann über „PlugIn aus ZIP installieren“ eingerichtet werden. xStream unterstützt Streams von diversen Streamseiten. Darunter Simpsons.to, Kino.to. Burning-Series unn SouthPark.de. Sehr geil! Unterstützt Unterstützt sogar Pro-Accounts für Megavideo… Also echt ein ideales PlugIn zum streamen von Filmen und Serien… Leider gibt es momentan ein Problem mit Southpark.de (für alle die es nicht wissen, das ist die offizielle Southpark-Streamseite. Jede Folge, außer denen die in Amerika nur ein einziges mal im TV liefen…), da brechen die Parts immer nach etwa einer Minute ab…

Hoffentlich wird das bald behoben, denn ich muss sagen dass ich gerade in letzter Zeit wieder gerne Southpark sehe, nachdem mir Herr LongLife die neueren Folgen gezeigt hat… Ich sag nur neues vom Coon, Mysterion und Cthullhu! Ja Cthullhu! Der große Alte, der die Welt in Schrecken hüllen wird… Herrlich. Um diese Folgen (S14E11, S14E12, S14E13) zu sehen sollte man aber vorher „My neighbor Totoro“ gesehen haben, die Folge in der der Coon das erste mal auftaucht (S13E02). Außerdem sollte man sich vorher etwas in den Cthullhu-Mythos von H.P.Lovecraft einlesen, da lohnen sich entweder die alten Rollenspiel-Regelwerke (Kurz und knapp geschrieben), oder aber der originale „Cthullhu Mythos“ (gibt’s als Hörbuch), wobei sich vielleicht auch Google oder Wikipedia anbieten um ein paar Infos zu bekommen.

Ich muss wirklich sagen, dass diese drei Folgen mit die besten wahren die ich bisher gesehen habe… Echt gut. Vor allem weil ich vor kurzem gerade ein zweites Mal das Cthullhu Mythos-Hörbuch durchgehört habe…

In diesem Sinne:


That is not dead which can eternal lie,
And with strange æons, even death may die
[Es ist nicht tot, was ewig zu liegen (lügen) vermag,
und in fremden Zeitaltern mag selbst der Tod sterben]

Irgendwie habe ich vielmehr zu Cthullhu geschrieben als geplant …

OSx86 / XBMC

XBMC

Heute hatte (oder vielmehr: habe) ich endlich mal einen ganzen Tag frei. Keine Verabredung, keine Arbeit… Einfach frei. Sehr schön. Ich nutze den Vormittag dazu, meinen Medien-PC endlich wieder fit zu kriegen…

Hintergrund ist (damit fange ich in letzter Zeit viele Artikel an…), dass ich meinen alten PC inzwischen als Medien-Rechner nutze. Am Schreibtisch habe ich den einfach zu wenig benutzt…

Einige Zeit lief der recht gut, mit einem installierten Ubuntu und XBMC als Medien-Oberfläche. Nun ist vor kurzen allerdings XBMC Dharma (10.0) erschienen und ich dachte mir, das ist doch ein Anlass um mal komplett auf XBMC zu setzen, denn das darunter liegende Ubuntu nutze ich eh nicht…

XBMC Dharma ist ziemlich cool. Es bietet ein sehr schönes PlugIn-System, mit welchem man direkt in der Oberfläche Youtube-Support und ähnliches nachrüsten kann…

Also, jedenfalls… Wo war ich? Ach ja… Es gibt von XBMC eine installierbare Live-Version, wo Ubuntus Gnom-Desktop einfach durch XBMC ersetzt ist. Das ist der perfekte Ausgangspunkt…

Die Installation lief ohne Probleme und alles war gut. Mit „Transparency!“ gibt’s auch eine XBMC-Skin die für alte Röhren-TVs gut funktioniert, dank großer Schrift…

Leider funktioniert der optische Digitaloutput nicht (ging mal, dann aber wieder nicht… Ist echt zum Hühner ficken…), so dass ich auf Analog-Sound angewiesen bin, also geht auch kein „Dolby Digital“… Aber immerhin „Pro Logic“, also SourroundSound aus 2 Kanälen… Auch wenn ich nie verstanden habe wie das funktioniert, klingt es gut genug…

Das Sahnehäubchen ist, dass ich es hinbekommen habe eine WiiRemote per Bluetooth als Fernbedienung für XBMC zu koppeln. Yeah!

Es bleiben also nur noch zwei Aufgaben: Dolby Digital über eine Optische Verbindung zum Laufen zu bekommen und diesen nervtötenden grauen, lauten, großen Kasten irgendwie klein und leise zu bekommen…

XBMC